Die Grundidee der
Prozesskostenrechnung
ist es, auch die im Gemeinkosten- bereich erbrachten Leistungen als
Basis für die Zuordnung von Kosten zu Produkten zu verwenden. Sie
stellt damit eine spezielle Methode zur Planung, Steuerung und
Verrechnung der Kosten
indirekter Leistungsbereiche dar.
Die Einführung einer Prozesskostenrechnung mit macs activity based costing gliedert sich in folgende Schritte:
Leistungs- und Prozessanalyse
Die
Vielzahl der in den indirekten Leistungsbereichen erbrachten
Aktivitäten müssen gebündelt werden. Deshalb werden Aktivitäten zu
Teilprozessen zusammengefasst und Teilprozesse zu Hauptprozessen
verdichtet. Dabei fassen Hauptprozesse Teilprozesse zusammen, die sich
über mehrere Kostenstellen erstrecken können.
Zuordnung von Kosten zu Prozessen
Jeder Aktivität und jedem Teilprozess müssen die von ihm verursachten Kosten zugeordnet werden.
Festlegung der Kostentreiber
Für
die einzelnen Aktivitäten und Prozesse sind die Kostentreiber zu
ermitteln, welche die Prozessinanspruchnahme der entsprechenden
Leistungen bestimmen. Für den Prozess "Auslandsauftragsabwicklung"
wären dies z.B. die Anzahl der bearbeiteten Aufträge mit der Anzahl der
Auftragspositionen. Dispositive Prozesse (z.B.Leitungsfunktion) werden
als "leistungsmengenneutral" bezeichnet.
Prozessmengenermittlung
Für
die Kostentreiber sind die jeweiligen Mengen zu ermitteln, z.B. die
Anzahl der Auslandsauftragspositionen. In der Einführungsphase einer
Prozesskostenrechnung bedeutet dies häufig auch ein Schätzen dieser
Mengen.
Prozesskostensatzermittlung
Im
nächsten Schritt werden die Prozesskostensätze errechnet. Die
Kostenanteile "leistungsmengenneutraler" Prozesse können entweder auf
die Leistungsprozesse verteilt werden, oder es wird hierfür ein
Restzuschlag für die Kalkulation ermittelt.
Prozesskostenkalkulation
Die
Prozesskosten werden im Rahmen der Kalkulation auf die Produkte
verrechnet. Dazu werden Prozesspläne erstellt (Zusammenfassung
verschiedener Prozesse), die den Produkten oder Produktgruppen
zugeordnet werden.